über die wichtigkeit von vorsilben

ich habe mich verliebt. ver-liebt. ja, es gibt einen unterschied. in diesem fall sagt mir der präfix, dass ein fehler stattgefunden haben muss. irgendwo auf dem weg. ver-laufen. ver-liebt. falscher weg. falscher mensch. eine vorsilbe markiert die unterscheidung zwischen inniger verbindung und einsamkeit. interessant, dass ich einsamkeit mit verliebtheit bezeichne. offensichtlich habe ich irgendwann eine vokabel falsch gelernt. in der tiefsten, hoffnungslosen verlassenheit wird ein wort salient, dass einen fehler in der liebe markiert. verliebt. sorry, not a valid target. aber mein zuhause: genau diese einsamkeit. und die frage, wie ich ihr entkomme. wie ich dies haus verlasse, wo die tür ist, ob es fenster gibt, wo der schlüssel ist der die haustür öffnet. damit ich entkomme. mir selbst. meinem schatten. hydra on my mind.

eintausendmal du
schrödingers quietscheente
nur ich bin nicht da

zwischen den jahren

gefangen. jedes jahr um diese zeit. seine funktion für kurze zeit eingebüßt als optimiertes atom in einem geflecht aus fremddeterminierten sinn. zurückgeworfen auf ein nicht trainiertes ich im kontext seiner ungeplanten unverwertbarkeit, unvermarktbarkeit. plötzlich salient in dieser ungeplanten sinnlücke der ökonomischen vernunft. was kann man tun, wenn man gerade nicht konkurriert, akkumuliert, unterschiede monetarisiert, differenzen in geschäftsmöglichkeiten transformiert.

dieser moment der ungeplanten transzendenz. diese vergessene lücke. diese bürde des seins in seinem unökonomischen sinne.

dein sofa wird zum
gigantischsten ozean
schlagseite seenot

ungehalten

ich bin ungehalten. mich hält niemand. nicht im arm. nicht an der hand. und ich sinke. die idee, dass es für jeden menschen einen gibt, der zu ihm passt, zu ihm hält, ihn hält, diese idee halte ich nur für einen weiteren imperativ, der mir versucht ins ohr zu flüstern, wo das wahre leben ist.

es flüstert auch: wie soll dich jemand mögen, wenn du dich selbst nicht magst? ich hasse es. und es ist nicht logisch. und nicht fair. dass jemand das mag, was ich bin und werde ist unwahrscheinlich. der andere sieht mich nicht so wie ich bin. ich habe insiderinformationen. und dann ertappt man sich dabei wie man geschichten über sein leben erzählt, die sich erzählen lassen. die die wahrscheinlichkeit auf ablehnung senken. die sich gut anhören. mein leben als konsumierbare story. möglichst anschluss und wahrheitsfähig. eine verkaufsveranstaltung. mein leben in der selbstauslage.

ein schöner sonntag
und ich bin ungehalten
sonderschlussverkauf

selbstvernichtung

wenn du dich dann abträgst, molekül für molekül, faser für faser, wenn du dich zergliederst in deine letzten bestandteile, du mit dir fertig bist für alle zeit, wenn du dich beherrscht und besiegt hast, wenn du den letzten hauch von dir gegeben hast, bleibt nichts von dir. und die wahrheit ist, es ist egal.

aber das darfst du noch nicht wissen. der hamster darf das rad noch nicht verlassen.

der streit um selbstbestimmtes sterben hat die letzte grenze der regierbarkeit des lebens offen gelegt: es ist die regierung des todes. nichts bleibt unbestimmt, alles ist durchzogen von macht, alles regiert, selbst dein letzter atemzug. alles was wir haben, zeit, ist bis zur letzten sekunde eine regierte zeit, die dir aus den händen genommen war und in lebensarbeitszeit transformiert wurde bevor du mitreden, mitdenken konntest. du bist fest verplant, deine zeit ist vollständig verplant, alles was du bist ist die funktion einer regierung, die dich nur noch als rohstoff braucht. es gibt keinen grashalm der über die anderen herausragt, das system ist geschlossen, sein sinn erschöpft sich in steter selbstperpetuierung.

der aufgeklärte mensch als konzept ist obsolet geworden und wird als auslaufmodell aus der gesellschaft ausgeschlichen wie ein überflüssiges medikament. wir brauchen keine aufklärung, jede klärung wäre ein fehler, eine störung, ein ärgernis. und dass du das alles weißt, ist irrelevant an diesem punkt. deine stimme wird nicht gehört, du bist nicht im wahren, wird es nie sein. fehler zu sein, devianz, ist nicht vorgesehen, du bist funktionslos. alles was du tust und sagst ist ein narrativ von möglichem widerstand, das in wahrheit nur ein blitzableiter für letzte reste von selbstbewußtsein, aufgeklärtem potential und unruhe in uns ist. du bist dein eigenes märchen und entkommst deiner rolle und funktion nicht. du bist im magen der hydra und wirst auf dem weg in den vermeintlichen kampf verdaut. du ernährst das tier mit deinem versuch. deal with it.

im letzten moment
ein kuss auf saftigem gras
the perfect mindfuck

zehn euro

eines der schönsten features von berlin ist das ausgeprägte späti-netz. wenn man sonntags um 12.oo ein bier kaufen möchte, geht man in den späti seines vertrauens und holt es sich. genau das hatte ich vor, hatte aber kein bargeld dabei. also zur bank vorher. im raum mit den self-service terminals hatten sich 3 personen eingerichtet. eine frau hielt mir die tür auf und wünschte mir guten abend. ein mann schlief auf den boden an einen kontoauszugsdrucker geschmiegt. ein weiterer saß, den rücken gegen die heizung gelehnt und starrte vor sich hin. nachtasyl.

seit 3 jahren kenne ich den zustand oberflächlich. nicht wirklich vergleichbar. ein tag – nicht tage, wochen, jahre. ich arbeitete in lübeck und wohnte zur untermiete. mein mietvertrag ging 2 wochen, dann musste ich meine wohnung wechseln. kein ding. springender punkt: zwischen beiden mietverhältnissen gab es eine lücke von einem tag. ich fragte einen freund. er hatte ein freies sofa. fertig war der lack. der tag kam, mein freund hatte noch einen termin in hamburg, sollte um 24.oo in lübeck eintreffen. ich wartete in einer kneipe. um o.3o machte die kneipe zu, mehrere telefonate landeten auf der mailbox, ich stand auf der staße. schnee fiel. wo ist es warm, trocken und sicher? ich ging zur sparkassen-filiale in der breiten straße und setzte mich in den raum mit den bankomaten. es gab sogar eine bank da. luxus. ich konnte mir nicht vorstellen, dass mein freund unsere verabredung vergessen hat. verabredungen dieser art vergisst man nicht, oder? 2.3o war ich mir nicht mehr so sicher und ziemlich müde und legt mich hin. ich hatte ja alle meine sachen bei mir, also doppelten pullover an, mütze über die augen ziehen und tauchstation. ging gut. war sofort eingeschlafen. um circa 4.3o wurde ich vom sicherheitsdienst geweckt. überraschend freundlich. sie sagten mir: ich müsse leider gehen, ich würde den bewegungsmelder im raum triggern, die sicherheitskamera hätte den ganzen abend gefilmt, der speicher sei voll, das hätte einen alarm ausgelöst. ich also um 4.3o auf die straße. das einzige offene hotel war das mövenpick am bahnhof. ich checkte um 5.oo dort ein. der mann an der rezeption war höchst skeptisch, ich musste sofort und mit kreditkarte zahlen. 11o€ für 4 stunden schlaf. schnäppchen. super frühstücksbuffet. mein freund hatte mich einfach vergessen. hammer.

die menschen in meiner sparkassenfiliale hat kein freund vergessen. und sie können auch nicht ins nächste hotel einchecken, wenn sie keinen bock mehr auf sparkasse haben oder der sicherheitsdienst sie rausschmeißt. für sie ist das keine episode über die sie auf wordpress schreiben werden. es ist ihr leben, ihr alltag.

ich hab der frau am eingang einen 10er in die hand gedrückt. sie hat sich gefreut. ich hab mich beschissen gefühlt.

in der sparkasse
schlafen sie jeden tag
ich kauf mir mein bier

sind wir noch zusammen?

gestern ist der versuch auf eine demostrationn (#fsa14) zu gehen für mein gefühl gescheitert.

du stehst in diesem menschenhaufen und willst gutes. und vermutest, dass auch der rest gutes will. irgendeine teenieband spielt pseudoaggressives affirmationsmaterial auf der bühne, die, so ein sprecher, 40.000€ gekostet hat. er bittet um spenden. ok. interessant. die zielgruppe ist offesichtich spendenwilliges publikum mit zeit und genügend empörungspotential, um an einem samstag auf einer straße zu stehen.

das geht irgendwie an mir vorbei.

in mir der gedanke dass die ohne macht – irgendein ritual befolgend, eine abmachung – auf die straße gehen müssen, um sich sichtbar zu machen, sichtbar zu sein, gezwungen sind sich zu exponieren, während der relevante diskurs im verborgenen geführt wird. unzugänglich für interventionen. die, von denen er geführt wird, bleiben im hintergrund und haben das privileg der unsichtbarkeit, sind nicht erreichbar. ich dagegen bin es: auf fotos, in videoaufzeichnungen, funkzellenabfragen und dergleichen. und kann belangt werden, falls die menge um mich herum mist baut und ich mich nicht distanziere. das gibt dem recht auf versammlungsfreiheit einen beigeschmack. ich fühle mich festgelegt auf die zugehörigkeit zu einer masse, die ich nicht bin. kollektivierung hatten wir schon zu oft.

dann werden auf der bühne eine reihe von reden gehalten, von personen, die nach irgendwelchen kriterien relevant sind. das niveau der beiträge triggert in mir fremdscham. in der schule habe ich mich besser auf meine referate vorbereitet. laienprotest gegen hoch professionelle zusammenhänge: das erscheint alles so naiv und vergeblich. zur gleichen zeit sind mir professionelle „protest & hilfe gmbh’s“ wie greenpeace und das rote kreuz hoch suspekt, weil sie kritisierte struktur eins zu eins in ihrem organisationalem aufbau replizieren und zu wirtschaftsunternehmen werden. mit werbung und lobbying und all diesen nicht so schönen begleiterscheinungen.

auf twitter werden fotos gepostet, auf denen putin befürworter mit ihren schildern auf der demo zu sehen sind. vor der demonstration war die frage aufgeworfen worden, warum die überwachung von migranten nicht thematisiert wird. ein irgendwie wichtiger (?) mensch vergreift sich im ton und macht die veranstaltung angreifbar. alles verständlich und gut. dennoch unglücklich: die machtlosen kritisieren sich gegenseitig, was im besten fall auf lange sicht produktiv wird. das timing für kritik ist im seltensten fall – wenn man es nett beschreiben möchte – optimal. so entseht nach als außenwirkung das bild eines heterogenen haufens, der nicht mal sich selbst koordinieren kann und auf keinen fall mit einer stimme spricht.

und warum sollte man einzelen zuhören. majority rules.

dem gegenüber hermetische verlautbarungen offizieller verantwortlicher, geäußert von teflon pressesprechern, einschläferndes geräusch ohne inhalt.

was bleibt, ist das verstörende bild und der krach der protestler, im gegensatz zur meditationsraute und dem netten föhnwellenbuddha der koalition.

 

status quo: beton
im herz und auch im gehirn
gegen bewegung

 

ein teil von

140 Zeichen und der ASCII Zeichensatz für flackernde Fetzen aus meinem Leben. Und deinem. Und dem der Fremden neben uns. Alle in undefinierter Halbdistanz. Eine Armlänge weit weg, einen Tweet unter und über deinem, eine halbe Treppe weiter.

Da ich in Sinn operiere, durchfließt mich das Leben der Anderen als Zeichenstrom. Ob dann transformiert und als Politik oder als Zeitungsartikel, als Nachricht in einem Blog oder als Blick.

Und: Ja. Ich könnte das alles schön trennen, ordnen, kategorisieren. Mir verschiedene Schutzzonen, Sicherheitsräume, Minenfelder zulegen, mentale Selbstschussanlagen. Barrikaden in mir errichten.

Nein. Will ich nicht. Mach ich nicht. Wozu? Ich will, dass mich Welt bewegt, dass ich das Leben fühle. Sei es Sehnsucht, seien es Liebe, Schmerz, Ekel, Freude, Ohnmacht. Eine unendliche Sehnsucht nach Fühlen, nach Durchzogensein von allem. Descartes hat uns alle gefickt. Ich fühle, also bin ich.

Was heißt schon Distanz? Ich kann beim Sex einsam sein. Unendlichkeiten weit entfernt und fremd, obwohl Haut auf Haut. Ich kann mich durch einen Blick, einen Text, ein Wort, ein Zeichen eines Fremden verstanden und verbunden fühlen.

Wer sagt, dass mein Leben nur aus mir besteht? Wer bestimmt, wo „Ich“ aufhört? Wo „Ich“ aufhöre zu fühlen, mich zu interessieren, mich einzumischen, zu verschwenden? Wo steht geschrieben, was „Ich“ ist?

Du stehst in der U-Bahn eine Handbreit neben einem Mensch der weint. Was machst du? Schaltest du in den „dit-is-Berlin-deal-with-it“ Modus – oder holst du ein Taschentuch und dein Herz raus und fragst, ob du helfen kannst? Was kosten mich Offenheit und Anteilnahme im Vergleich zu ihren Gegenteilen?

Ich werfe mich und mein Herz. Ungefragt. Immer und immer wieder. In Wind und Sonne und Schnee und alle Wetter. Das kann man dumm nennen, naiv, übergriffig oder absurd. Oder auch einfach Leben. Wenn man mag.

ich verschwende mich
augen auf und hand und herz
sonderangebot

tilt

der punkt war erreicht, als wir anfingen, über medieninhalte zu träumen. die seele war gehacked. das system war in uns. wir waren das system. wann hatten wir eigentlich angefangen, uns freiwillig auf standby zu schalten? nun stehen wir fassungslos vor uns selbst. vor dieser massenhaften kapitulation. dieser stillen invasion von fremdem, von macht durchzogenen bildern in unsere psychischen systeme. dem rückzug aus der eigenen phantasie. der kolonisierung der eigenen vorstellungskraft. und all das unter dem vorwand der entspannung und unterhaltung.

mündigkeit benötigt als basis einen eigenen kategorialen apparat. wie soll der entstehen, wenn unsere bilderwelt jeden tag mit belastetem material geflutet wird? durchzogen von macht, imperativen und normen. warum lassen wir das geschehen ? warum bleiben wir nicht widerständig? warum ziehen wir der kritischen distanz die inklusion ins falsche vor?

ach ja genau. man hat es ja im griff. man spielt mit den bildern. kann umdeuten. erlebt sich als mächtig und ebenbürtig, wenn man wie ein fisch im wasser mit dem zur verfügung gestellten medialen brei virtuos umgeht. und es ist so schön zu tun, was die meisten tun. wer will schon anders sein, als die anderen kinder.

die wahrheit ist: du spielst mit fremdem spielzeug. und es müllt dein gehirn zu. hinterläßt flecken und verklebt dein gehirn mit ready-mades. durchwuchert einen raum der nach eigenen vorstellungen und behutsam und gestaltet sein sollte. der untschied zwischen einem leeren zimmer mit einem tisch, den du auf irgendeinem flohmarkt zusammen mit einem lieben mensch gekauft hast. und einem zimmer, das voll mit ikea-platzhaltern aus einer katalogbestellung ist.

irgendwann wachst du auf und und merkst, dass du die zombies zur party in deinen kopf eingeladen hast. und jetzt kotzen sie dir die wände zu, verbrennen deine fotos im klo. und wärend sie filmen, wie sie dich kopfüber vom balkon hängen lassen, während du vor angst schreist,  singen sie ‚we are the champions‘. und es wird kein aufwachen geben, weil das dein leben ist.

fucked by media
und als letzter gedanke
ein gänseblümchen

tnt

a 115. dreilinden. ehemaliger grenzübergang. wir stehen mit dem alten corsa eines freundes auf dem leeren parkplatz des jetzigen zollamtes. der alte grenzübergang und seine gebäude haben ihre ehemalige funktion eingebüßt. die farben sind verblichen und matt. die zeit ist weiter gezogen. hier hält niemand mehr an. hier wird niemand mehr kontrolliert. das ist vorbei. über die autobahnbrücke quälen sich sonntagsjogger. in grellfarbenen plastikanzügen kämpfen sie schwitzend und hechelnd gegen den eigenen verfall. vergeblich, wenn man die körperhaltungen genauer betrachtet. das hängt in den bändern und sackt bei jedem schritt ein wenig mehr in sich zusammen. aber aufgeben will niemand. nicht heute. nicht bei kaiserwetter. nicht an diesem sonntag.

wir lehnen am auto und rauchen. augen zu. die sonne scheint ins gesicht und ist warm. die autos rasen in rudeln an uns vorbei.

er biegt um die ecke. wir bemerken ihn nicht. wir gucken in die andere richtung. dann hören wir es: „tnt, dynamite“…

jeansanzug. rucksack. nach vorn übergebeugt. in der windstille stemmt er sich in den gegenwind. schritt um schritt. alle zehn sekunden „tnt, dynamite“. er guckt nicht nach links, nicht nach rechts, läuft quer über den leeren parkplatz. und er brüllt. „tnt, dynamite“. dann: „heil hitler“. hand in den nicht vorhandenen wind zum gruß. absurd. kein adressat, kein erkennbares ziel. eine zz-top-hitler-monade läuft über einen leeren und funktionslosen autobahnrasthof und brüllt seinen text in das geräusch der vorbeifahrenden autos. die szene dauert 3o sekunden. er verschwindet hinter leerstehenden grenzkontrollhäuschen „tnt, dynamite“…

die zigarette ist alle. wir fahren weiter.

im sonntagswetter
mit stechschritt und hasstourette
auf dem weg ins nichts

the waiting game

natürlich musst du cool bleiben. du willst ja nicht als creep rüberkommen. gut, sie war schon nett. understatement für supernova. ja, man könnte schon wieder an sie denken. nein, das machen wir ganz sicher nicht. genau. oder doch. oder doch nicht. oder vielleicht nur ein bischen. oh.

da ist ihr bild. in meinem kopf. shit. und nebenan auch gleich dies lächeln, dass sich in deinen occipitallappen eingebrannt hat, eingekerbt, festgesetzt. und das dort jetzt autoscooter fährt, in kleiner werdenden konzentrischen kreisen und ein geräusch macht wie ein sechzigtonner der die kurve nicht bekommt. und nach verbrannten reifen riecht. und nach highwaywind. und nach gesonnter haut. und verflechtungen. verdammte scheiße. ruhe hier. ruhe. ruhe. ruhe. doch dann: aufruhr. straßenschlacht im kopf. riot. explosionen. verletzte. hetzende körper. rausch. diese lippen. jeder schwung daran wert mit sonetten gefeiert zu werden, oden, hölderlinwortkaskaden, kaleidoskopsätzen. nur so beschreibbar. nicht fassbar, da unendlich, aber so vielleicht hinter den worten ahnbar, fühlbar werdend. aber nein. nein. nein. das alles wollen wir nicht. wir zähmen das gemüt. zwingen es in eine kühle bahn. wir sind produktiv. wir wissen: warten lohnt sich nicht. wir leben weiter. wir lassen los. wir geben frei.

und denken jede verdammte sekunde an sie.

fuck.

vor sieben tagen
paralleluniversum
kirschbaumblütenduft