über die wichtigkeit von vorsilben

ich habe mich verliebt. ver-liebt. ja, es gibt einen unterschied. in diesem fall sagt mir der präfix, dass ein fehler stattgefunden haben muss. irgendwo auf dem weg. ver-laufen. ver-liebt. falscher weg. falscher mensch. eine vorsilbe markiert die unterscheidung zwischen inniger verbindung und einsamkeit. interessant, dass ich einsamkeit mit verliebtheit bezeichne. offensichtlich habe ich irgendwann eine vokabel falsch gelernt. in der tiefsten, hoffnungslosen verlassenheit wird ein wort salient, dass einen fehler in der liebe markiert. verliebt. sorry, not a valid target. aber mein zuhause: genau diese einsamkeit. und die frage, wie ich ihr entkomme. wie ich dies haus verlasse, wo die tür ist, ob es fenster gibt, wo der schlüssel ist der die haustür öffnet. damit ich entkomme. mir selbst. meinem schatten. hydra on my mind.

eintausendmal du
schrödingers quietscheente
nur ich bin nicht da

zwischen den jahren

gefangen. jedes jahr um diese zeit. seine funktion für kurze zeit eingebüßt als optimiertes atom in einem geflecht aus fremddeterminierten sinn. zurückgeworfen auf ein nicht trainiertes ich im kontext seiner ungeplanten unverwertbarkeit, unvermarktbarkeit. plötzlich salient in dieser ungeplanten sinnlücke der ökonomischen vernunft. was kann man tun, wenn man gerade nicht konkurriert, akkumuliert, unterschiede monetarisiert, differenzen in geschäftsmöglichkeiten transformiert.

dieser moment der ungeplanten transzendenz. diese vergessene lücke. diese bürde des seins in seinem unökonomischen sinne.

dein sofa wird zum
gigantischsten ozean
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