ungehalten

ich bin ungehalten. mich hält niemand. nicht im arm. nicht an der hand. und ich sinke. die idee, dass es für jeden menschen einen gibt, der zu ihm passt, zu ihm hält, ihn hält, diese idee halte ich nur für einen weiteren imperativ, der mir versucht ins ohr zu flüstern, wo das wahre leben ist.

es flüstert auch: wie soll dich jemand mögen, wenn du dich selbst nicht magst? ich hasse es. und es ist nicht logisch. und nicht fair. dass jemand das mag, was ich bin und werde ist unwahrscheinlich. der andere sieht mich nicht so wie ich bin. ich habe insiderinformationen. und dann ertappt man sich dabei wie man geschichten über sein leben erzählt, die sich erzählen lassen. die die wahrscheinlichkeit auf ablehnung senken. die sich gut anhören. mein leben als konsumierbare story. möglichst anschluss und wahrheitsfähig. eine verkaufsveranstaltung. mein leben in der selbstauslage.

ein schöner sonntag
und ich bin ungehalten
sonderschlussverkauf

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